Vereinte Nationen und Multilateralismus

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Als Vorsitzender des Unterausschusses Internationale Ordnung, Vereinte Nationen und internationale Organisationen setze ich mich für starke und handlungsfähige Vereinte Nationen, die Geltung des Völkerrechts und eine verlässliche multilaterale Zusammenarbeit ein. Die Vereinten Nationen sind seit 80 Jahren das Fundament einer internationalen Ordnung, in der Frieden, Menschenrechte und die Würde jedes einzelnen Menschen geschützt werden. Gerade angesichts zunehmender Kriege, Krisen und humanitärer Katastrophen ist gemeinsames internationales Handeln wichtiger denn je.

Die Vereinten Nationen müssen gestärkt und zugleich weiterentwickelt werden. Dazu gehören eine stärkere Beteiligung des Globalen Südens, die Umsetzung der Initiative UN80 zur Reform der Vereinten Nationen und eine größere Einbindung der Zivilgesellschaft in die Prozesse. Die Kernsäulen der Vereinten Nationen, Frieden und Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte, müssen wir gleichermaßen stärken.

Das Völkerrecht muss dabei die Grundlage unseres Handelns bleiben. Es schafft einen verbindlichen Rahmen für die friedliche Lösung von Konflikten und schützt alle Staaten vor dem Recht des Stärkeren. Gerade Deutschland und Europa tragen vor dem Hintergrund ihrer Geschichte eine besondere Verantwortung dafür, die multilaterale, regelbasierte internationale Ordnung zu stärken, in der gemeinsam vereinbarte Regeln und das Völkerrecht gelten und nicht das Recht des Stärkeren und machtpolitische Interessen entscheidend sind.

Wir brauchen die Vereinten Nationen mehr als je. Sie bilden den Ort, an dem Staaten gemeinsam Verantwortung für unseren Planeten übernehmen, an dem wir gemeinsam an einer friedlichen Lösung der Konflikte und an Antworten auf globale Herausforderungen erarbeiten. Nur durch verlässliche und verbindliche Zusammenarbeit können wir globale Krisengemeinsam bewältigen und eine regelbasierte internationale Ordnung sichern, die auf Frieden, Recht und gemeinsamer Verantwortung beruht.